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20.11.2013 | Sports

RACING IS...MY PASSION

Während des Großen Preises von Kanada 2013 haben Sie einige Zeit damit verbracht das Land zu bereisen. Könnten Sie es sich vorstellen, in solch einem riesigen Land zu leben oder würden Sie die behagliche und gewohnte Atmosphäre Monacos vermissen?
Der Nachteil an Monaco ist, dass man in Apartments wohnt. Es wäre sicherlich nett einen kleinen Garten zu haben, aber um ehrlich zu sein, da ich soviel reise bin ich eigentlich ganz froh, dass ich einfach nur die Tür abschließen kann und bei meiner Rückkehr alles so vorfinde, wie ich es verlassen habe. Deshalb ist mein Leben in Monaco momentan perfekt für mich und ich kann mir vorstellen, dass sich daran in absehbarer Zeit nichts ändern wird. Für mich ist Monaco ein großartiger Ausgangspunkt und ein fantastischer Wohnsitz.

Verspüren Sie trotz ihrer langen Karriere immer noch Nervenkitzel vor dem Start?
Immer! Das Adrenalin pumpt vor jedem Rennen durch meinen Körper. Jedes einzelne Rennen ist mindestens genauso spannend wie das vorhergegangene oder das nachfolgende. Ich stehe unter Hochspannung und das hat sich während meiner gesamten Laufbahn nicht verändert. Im Verlauf der Jahre habe ich viele Erfahrungen gesammelt, aber die Aufregung ist geblieben und solange sie anhält werde ich in der Formel 1 Rennen fahren.

Was war aufregender, der erste Kuss oder die erste Fahrt in einem Formel-1-Wagen?
Also ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht mehr an den ersten Kuss, aber ich werde niemals meine erste Fahrt in einem Formel-1-Wagen vergessen. Deshalb war das wohl wichtiger! Ich kann mich noch an jede einzelne Sekunde dieser Fahrt erinnern. Ich fuhr in Mika Hakkinens Auto, einem McLaren aus dem Jahr 1999, auf der britischen Rennstrecke in Silverstone. Es war ein einzigartiges Erlebnis – das Gefühl die unheimliche Geschwindigkeit eines F-1-Rennautos, aber noch stärker seine Bremskraft zu spüren.

Als Rennfahrer können sie breite, weiträumige Straßen genießen. Welche Rennstrecke in Europa und auf der ganzen Welt finden Sie am schönsten?
Die Rennstrecke SPA ist eine der Schönsten. Sie liegt in den Ardennen – aber auch der Verlauf der Strecke ist sehr außergewöhnlich. Die Strecke ist schnell, flüssig, genau das wofür ein Formel-1-Wagen gebaut wurde. Und das Gleiche gilt für Suzuka in Japan. Ein Formel-1-Wagen läuft zu seiner Hochform auf wenn es schnelle Richtungsänderungen gibt, und das ist in Suzuka definitiv der Fall. Auch dieser Kurs liegt im Landesinneren von Japan, mit dem Shinkansen 2,5 Std. von Tokio entfernt. Eine sehr spezielle Strecke auf die ich mich in diesem Jahr sehr freue!

Wenn Sie eine Lieblingsstrecke für eine Fahrt mit einem normalen Auto hätten, welche wäre dies?
Monaco nach Monza macht viel Spaß mit dem Auto. Ich fahre nach jedem Rennen in Monza mit dem Auto nach Monaco.

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Wenn Sie nicht selbst hinterm Steuer sitzen sondern sich fahren lassen, sind Sie dann nervös oder können Sie sich entspannen?
Ich werde oft gefahren. Ich finde es persönlich sehr bequem, ich kann entspannen und Emails oder Textnachrichten verschicken. Aber ich fahre trotzdem lieber selbst als gefahren zu werden. 

Auf vielen Fotos im Internet sieht man Sie im Rennanzug. Fällt es Ihnen schwer den Rennanzug gegen Jackett und Krawatte, z. B. aus der BOSS Kollektion, einzutauschen?
Auf keinen Fall! Ich lebe praktisch das gesamte Rennwochenende in meinem Rennanzug, aber wenn man mich darin in einem anderen Umfeld sieht, wirkt es doch eher ungewöhnlich. Deshalb fühle ich mich in einem gut sitzenden Anzug von BOSS sehr wohl. Meistens trage ich in meiner Freizeit legere Kleidung, aber zu besonderen Gelegenheiten ziehe ich sehr gerne einen schönen Anzug an. Ein schlecht sitzender Anzug kann einen nervös und beschämt machen, aber ein gut sitzender Anzug kann einem jede Menge Selbstvertrauen geben.

Was denkt Ihre Mutter über Ihre Arbeit? Feuert sie Sie an oder hat sie vor jedem Rennen Angst?
Meine Mutter unterstützt mich sehr. Sie besucht jedes Jahr ein paar Rennen oder sieht sich die Rennen von zu Hause an – aber ich bin sicher, dass sie jedes Mal sehr nervös ist.

Einmal Rennfahrer – immer Rennfahrer? Fällt es Ihnen schwer sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen auf normalen Straßen zu halten?
Nein, Rennfahren ist etwas ganz anderes als auf der Straße zu fahren. Auf der Straße zu fahren ist in Wirklichkeit viel gefährlicher, weil viele Menschen nicht auf ihr Umfeld achten. Nein, ich spare mir den Spaß für die Rennstrecke!

Jenson, vielen Dank für das Interview!

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