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09.10.2013 | HUGO TRACKS

INTRODUCINGMISTER SATURDAY NIGHT

Trotz des legendären Einflusses Chicagos und Detroits auf die Geschichte der elektronischen Tanzmusik, erntete dieses Genre in den USA nie soviel Aufmerksamkeit wie die Raves in Deutschland und UK. Nichtsdestotrotz gibt es einen sehr aktiven Underground mit jeder Menge großartiger Labels, Künstlern und Veranstaltern. Manche dieser Leute machen all das zusammen und hier fängt die Geschichte von Mister Saturday Night an. Eamon Harkin Und Justin Carter schlossen sich Mitte der 2000er zusammen und erarbeiteten sich ein kleines aber solides musikalisches Reich in Brooklyn, was sie ihrer akribischen Beachtung der Details sowie klarer Vision des Gesamtbildes zu verdanken haben. Jetzt lasst uns aber die pathetischen Worte beenden und die beiden ihre Geschichte erzählen.

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Mister Sunday at Prospect Park, Brooklyn © Natalie Keyssar

Bitte beschreibt uns, welches Ziel Ihr mit eurem Label und euren Partys verfolgt!
JC: Das Ziel der Party ist eine Gemeinschaft zu erschaffen. Die Tanzfläche soll ein Ort sein, an dem die Menschen musikalische Momente miteinander teilen können. Demzufolge achten wir sehr auf den Sound auf unseren Partys; wir versuchen einen Raum zu finden, dessen Tanzfläche genug Platz für die Leute zum Tanzen bietet (obwohl sich das mittlerweile sehr schwierig gestaltet, da die Party wächst und es immer schwieriger wird Locations zu finden in der eingeschränkten Welt der New Yorker Immobilien); außerdem haben wir Regeln, die die Menschen dazu ermutigen ihre Smartphones und Kameras zu ignorieren und den Moment zu leben. Zusätzlich dazu versuchen wir die Bereiche außerhalb der Tanzfläche zu einem angenehmen Ort zu gestalten um neue Leute kennen zu lernen und Unterhaltungen zu führen zu können. Dies ist ein Wesentlicher aber dennoch oft vergessener Bestandteil einer Party. Menschen sind sozial und wollen sich miteinander verbinden. Die Tanzfläche ist dafür geeignet dies nonverbal zu tun, doch es muss auch einen Ort geben, an dem man sich unterhalten kann ohne sich über die Musik hinweg anschreien zu müssen.

Es heißt ein Keller, rotes Licht und ein Gefühl sind ausreichend für eine erfolgreiche Nacht in einem Club. Würdet ihr diese Aussage bestätigen oder empfehlt ihr ein anderes Rezept?
JC: Ich finde man braucht ein wenig mehr als das. Die Antworten auf die letzte Frage sind die Dinge, die ich für eine Party als wichtig empfinde. Bezüglich des roten Lichts, war ich nie ein großer Fan davon. Darüber könnte ich mich ewig aufregen. Es lässt Clubs wie Bordelle aussehen. Das Licht auf unseren Partys ist eher ziemlich analog. Ein Freund namens Jeffrey Ralston kümmert sich bei unseren Partys um die Dekoration. Er baut große, aufblasbare Figuren mit bunten Lichtern im Inneren und ähnliches. Das Licht auf unseren Partys wirkt dadurch immer unbeschwert und fröhlich.

Wie würdet Ihr die Musik, die Ihr auf eurem Label veröffentlicht, in eigenen Worten beschreiben?
EH: In erster Linie ist es Musik die wir lieben und an die wir glauben, aber es ist auch schön wenn sie sich mit den gemeinschaftlichen Werten der Partys verbindet. Eine Gruppe von Künstlern die in irgendeiner Weise mit der Party verbunden sind, die untereinander befreundet sind, oder bei denen wir das Gefühl haben, dass wir ihnen weiterhelfen können, sind für uns Priorität. Wir haben einige Veröffentlichungen von Leuten, die uns einfach nur ein Demo geschickt haben und nicht direkt mit der Veranstaltung in Verbindung gebracht werden, aber dennoch stilistisch gut reinpassen. In diesem Fall sind wir an kein Genre gebunden, aber ich denke es gibt einen Leitfaden, den „Mister“, der durch alle Tracks verläuft.

Wie wichtig ist euch das Visuelle, sowohl beim Label, als auch bei den Partys?
EH: Es ist sehr wichtig. Unsere Präsentation ist ein sehr wichtiger Teil dessen, wie wir versuchen die Leute darauf aufmerksam zu machen, was wir tun. Stammgäste auf unseren Flyern abzulichten, zum Beispiel, ist ein reiflich durchdachter Weg, um zu betonen, dass es um die Gemeinschaft geht und nicht um irgendeinen Super-Star-DJ.

Stellt euch vor Ihr seid auf einer Party, bei der man nur drei Kleidungsstücke anziehen darf – was wäre das?
EH: Sneakers, Kurze Hosen Und ein weites T-Shirt. Tanzklammoten.

Bitte empfehlt unseren Lesern zwei eurer aktuellen Lieblingssongs!
JC: Black Deer - Apex Break
EH: Underground Resistance - Transition

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