12.03.2014 | Sports

THE MAST WALK DAY OF SUCCESS

Solo-round-the-world skipper Alex Thomson does it again. After walking the keel in 2012, he wants to go up the mast while his boat leans over.

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12.03.2014 | Sports

DER MAST WALKEIN ERFOLGREICHER TAG

Solo-Weltumsegler Alex Thomson wagt es erneut. Nach seinem „Keel Walk“ 2012 will er nun den Mast hinaufgehen, während das Boot sich neigt.

Wir sind in Cadiz in Spanien. Es ist 7:30 am Morgen. Über dem Mittelmeer geht die Sonne auf und taucht den dunkelblauen Himmel in ein warmes Purpur. Vögel schweben am Himmel. Alex geht am Hafen entlang: „Die Wetterverhältnisse sind perfekt, es wird also hoffentlich alles gut laufen. Aber man weiß es nie genau, bis man wirklich auf dem Wasser ist. Und ich bin schon ein wenig nervös. Ich habe etwas Höhenangst und bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich wirklich überwinden kann, ganz oben vom Mast zu springen.“

Alex frühstückt in einem kleinen Café um die Ecke. Hier geht es laut und hektisch zu. Die Leute unterhalten sich angeregt und die Kaffeemaschine brummt. Nach einem starken spanischen Kaffee zieht Alex sich für den Stunt um: „Ich finde, wenn man einen perfekt sitzenden Anzug trägt und richtig gut aussieht, dann fühlt man sich auch gut und ist selbstbewusster. Man fühlt sich selbstsicherer. Man fühlt sich erfolgreicher.“ Mit dem wasserabweisenden Anzug ist er zufrieden, aber der Wind macht ihm Sorgen – eine sanfte Brise ist für einen Profi nicht genug. Alex braucht volle Kraft voraus, um den Kiel aus dem Wasser zu bekommen.

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Nach einigen redaktionellen Fotos am Pier bringt das schwarze HUGO BOSS-Schlauchboot Alex zu seiner Segelyacht. Es ist 12:15 Uhr und die tief stehende Wintersonne strahlt. Der Hubschrauber schwebt über dem Boot und der Wind wird stärker. Alex ist bereit, aber er ist ganz ruhig und macht noch Witze. Der Stunt-Koordinator hebt die Hand, um das Manöver zu starten.

Das Boot geht in Position: Einige Sekunden später neigt sich die Yacht, bis der Mast einen Winkel von circa 60° erreicht hat. Nun bekommt Alex sein Startsignal. Er springt auf das Segel und muss über einige Leinen klettern, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Jeder kleine Stoß wirkt sich oben am Mast als starke Erschütterung aus.

Alex weiß genau, was auf dem Meer passieren kann: „Die größte Gefahr ist, dass sich das Boot aufrichtet und ich vom Mast aus 30 Meter tief auf das harte Deck falle. Bestenfalls bedeutet das gebrochene Knochen, schlimmstenfalls den Tod.“

Alex erreicht die Spitze des Masts, kurz bevor die Yacht sich wieder aufrichtet. Als er ganz oben steht, scheint die Zeit einige Sekunden lang still zu stehen. Wie sich seine Silhouette gegen den blauen Himmel abzeichnet, ist einfach atemberaubend. Es illustriert perfekt seinen klugen Ausspruch:

„Für mich geht es bei Erfolg darum, die eigenen Erwartungen zu übertreffen. Es geht nicht um die Ziele anderer Leute, sondern um die eigenen. Letztendlich ist es egal, was das Ziel ist, solange man es erreicht oder sogar übertrifft.“

Alex steht am gefährlichsten Punkt der Yacht und hat keine Zeit zu verlieren. Er dreht sich um und konzentriert sich auf das tiefblaue Meer. Er holt tief Luft und springt in das kalte Wasser.

Als er wieder auftaucht, reckt Alex voller Triumph und Glück den Arm in die Luft. Jetzt kann das gesamte Team aufatmen, überall sind strahlende Gesichter zu sehen.

Als das Adrenalin schließlich abklingt, gibt Alex zu: „Ich bin erleichtert. Ich glaube, ich stehe ein bisschen unter Schock. Ich zittere noch ganz schön. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich mich überwinden kann. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und das Boot in die richtige Position gebracht. Wir haben es genau richtig gemacht.“

Mehr über den Stunt auf unserer Sonderseite.

Direkter Link zum Video hier:

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