HUGO TRACKS

Lydmor & Bon Homme © Morten Rygaard

In der heutigen Ausgabe von HUGO Tracks stellen wir das neue Duo Lydmor & Bon Homme vor. Diese neue Kreativ-Kollaboration besteht aus der dänischen Künstlerin Jenny Rossander aka Lydmorund ihrem Landsmann Tomas Høffding aka Bon Homme von der Band WhoMadeWho. Die zwei Musiker veröffentlichen bald ihr erstes Album „Seven Dreams of Fire“ beim Label HFN Records.

Die Singles „Things We Do for Love“ und „Dream of Fire“ vom anstehenden Album von Lydmor & Bon Homme haben uns sofort in ihren Bann gezogen. Bei uns können Sie exklusiv einen weiteren neuen Track hören ‒ „Wired“ ist bei HUGO Tracks als Download verfügbar.

Um mehr über ihr bevorstehendes Album zu erfahren, haben wir uns mit Jenny und Tomas über ihre Zusammenarbeit, ihre künstlerischen Einflüsse und ihre Sicht auf Mode unterhalten.

Hallo Jenny, hallo Tomas. Reden wir zunächst über eure Heimatstadt Kopenhagen. Habt ihr euch wirklich dort kennengelernt, oder steckt eine andere Geschichte hinter eurem ersten Treffen?

Tomas: Wir haben uns in Dänemark kennengelernt. Jenny ist bei einem Konzert in einer Stadt in der Nähe von Kopenhagen als Vorband für WhoMadeWho aufgetreten. Auf der zweistündigen Rückfahrt haben wir uns über Musik unterhalten. Wir haben festgestellt, dass wir uns musikalisch sehr gut ergänzen und haben während dieser Fahrt beide sehr viel neue Musik entdeckt. Einige Wochen später war sie wieder unsere Vorband, aber diesmal fand das Konzert in einem legendären Veranstaltungsort in Kopenhagen, dem Vega, statt. Nach der Show sagte ich zu ihr: „Lass uns eine Band gründen!“

Wie ist das Album entstanden?

Tomas: Als Musiker lernt man mit der Zeit sehr viele Kollegen kennen, aber manchmal kann man diese ganz besondere Energie spüren. Das war bei Jenny und mir der Fall. Ich ließ sie den Refrain für einen meiner Tracks einsingen. Als ich später an neuen Tracks arbeitete, machte es plötzlich viel mehr Spaß und ging mir leichter von der Hand, wenn ich mir dabei ihre Stimme vorstellte. Für mich war klar, dass ich versuchen musste, sie für mich zu gewinnen. Zuerst wollten wir ein sehr lautes Disco-Album machen, aber wie man hört, sind schließlich doch mehr Tiefgang, Melodie und Emotionen eingeflossen. Bei unseren Konzerten wollen wir dem Publikum aber trotzdem ordentlich einheizen.

Ihr seid beide sehr erfolgreiche Solokünstler. Tomas, du hast auch schon mal im Team gearbeitet, als Mitglied der beliebten Band WhoMadeWho. Jenny, war es für dich die erste so enge Zusammenarbeit mit einem anderen Musiker? Wie war diese Erfahrung für dich?

Jenny: Ich habe schon häufig mit verschiedenen Künstlern an kleineren Projekten gearbeitet. Im Duo mit Tomas habe ich aber das erste Mal das Gefühl, dass unsere Kreativität unerschöpflich ist. Unsere Gemeinsamkeiten, aber auch unsere Unterschiede, dienen als umfangreiche Inspirationsquelle. Für mich ist das eine neue und spannende Erfahrung.

Euer Album „Seven Dreams of Fire“ wird diese Woche veröffentlicht. Was bedeutet der Titel für euch?

Tomas: In vielen unserer Songs kommt das Wort „fire“ vor, aus verschiedenen Gründen. Und viele behandeln den Traum von Freiheit, den Traum von Treulosigkeit, den Traum von Erleichterung und den Traum von Leidenschaft. Wir zählten die Songs, und aus irgendeinem Grund waren sieben davon unterschiedliche „Dreams of Fire“, also Träume von Feuer. Welche Songs das sind, müssen die Hörer selbst herausfinden.

Was dient als Inspiration für euren Sound, zum Beispiel bei der aktuellen Single „Dream of Fire“?

Jenny: In „Dream of Fire“ geht es darum, der Banalität zu entkommen und der Gefahr entgegen zu tanzen. Tomas und ich interessieren uns beide leidenschaftlich für die extremen Seiten des Lebens. Wir haben uns viel über die Vernunft und die Bedeutung dieses Worts unterhalten. Ich glaube, dass jeder Mensch mehr oder weniger heimlich vom Feuer träumt.

Tomas: Wir versuchen beide, die neusten Sounds einzufangen, die uns umgeben. Gleichzeitig schöpfen wir aus den Schätzen der Vergangenheit. Es hat zum Beispiel Spaß gemacht, uns mit dem Song „Missed Out on Disco“ auszutoben. Der ist zum einen von Liedern wie „Cars and Girls“ von Prefab Sprout, zum anderen aber auch vom Elektro-Sound von Caribou, Sbtrkt und ähnlichen Künstlern inspiriert.

Geht ihr in den kommenden Monaten mit dem Album auf Tour?

Tomas: Ja, im Februar und März steht die Tour an. Wir freuen uns schon sehr darauf.

Tourdaten

Wie schon erwähnt, kommt ihr beide aus Kopenhagen. Was sind eure Lieblingsplätze in der Stadt?

Jenny: Lieblingsbar: Drone, dort gibt es einen lauten, verrauchten und heißen Keller, der von Donnerstag bis Samstag bis fünf Uhr morgens geöffnet ist und wo man tatsächlich gute Musik zu hören bekommt.

Lieblingsgeschäft: Gemmeren, ein Second-Hand-Laden, der von sehr jungen Menschen betrieben wird. Denen statte ich einen Besuch ab, wenn mein Kleiderschrank mich langweilt.

Lieblingsviertel: Ydre Nørrebro. Dieses Viertel ist wunderbar chaotisch und bietet durchgängig geöffnete Lebensmittelgeschäfte, Spelunken, seltsame Läden und Kulturangebote.

Natürlich interessiert uns auch eure Sicht auf Mode. Was bedeutet Mode euch? Welchen Stellenwert nimmt sie in eurem Leben ein?

Jenny: Als Teenager fand ich Mode immer schrecklich verwirrend. Ich dachte, dass ich immer über die neusten Trends Bescheid wissen müsste und dass es unzählige Regeln gäbe, die ich nie so richtig verstand. Später wurde mir klar, dass Mode einfach eine andere Form der Kreativität ist, ein anderes Spiel. Seitdem ist Mode ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Mithilfe meiner Kleidung kann ich mit verschiedenen Ideen spielen und sogar meine eigene Einstellung beeinflussen, indem ich einfach etwas anderes anziehe. Die Inspiration für meine Outfits hat nichts mit den neusten Trends zu tun, sondern stammt aus den Büchern, die ich lese, den Gesprächen mit Menschen und den Orten, die ich besuche. Ich versuche, mein Leben so zu leben, dass es einen wunderschönen Film hergeben würde. Meine Kleidung hilft mir dabei, das umzusetzen.

Welche Musik hört ihr zurzeit? Was sind momentan eure drei Favoriten?

Tomas: Ich höre mir die neuen Songs von Tame Impala, „I Love You Honeybear“ von Father John Misty und die neusten Sachen von Caribou an.

Jenny: Auch das neue Album von Tame Impala! Ganz besonders der Song „Eventually“.

Und das Album „Silent Treatment“ von Highasakite. Der Song „Lover, Where Do You Live?“ haut mich jedes Mal um.

Erzählt uns mehr über euch, was nichts mit Musik zu tun hat. Wenn ihr euch einen Tag freinehmt und euch einfach entspannen und Spaß haben wollt, was unternehmt ihr dann?

Tomas: Wenn ich die Zeit habe, fahre ich sehr gerne auf meinen Bauernhof in Schweden. Ich habe ihn zusammen mit zwei Freunden gekauft. Es ist ein altes rotes Baumhaus mitten im Wald. Dort gibt es immer etwas, das repariert oder gebaut werden muss. Ich liebe es, dort hinzufahren, mir alte, hässliche Klamotten überzuziehen und mit Säge, Holz und Nägeln zu arbeiten. Ich liebe handwerkliche Arbeit ‒ die Musik wird mir manchmal zu selbstbezogen und abgehoben. Diese konkrete und simple Arbeit erfüllt mich.

Jenny: Momentan schreibe ich sehr gerne. Vor allem Lyrik und seltsame Beschreibungen der Welt, die mich umgibt. Ich mache gerade drei Tage Urlaub in Nizza mit meiner Schwester, die Kernphysikerin ist und hier eine Konferenz besucht. Gestern habe ich den Tag damit verbracht, auf die Côte d'Azur zu schauen, in Tagträumen zu schwelgen, Kaffee zu trinken und zu schreiben. Zwischendurch habe ich mich mit meiner Schwester ausführlich darüber unterhalten, wie das Universum funktioniert.

Lydmor & Bon Homme © Morten Rygaard

Lydmor & Bon Homme © Morten Rygaard

Lydmor & Bon Homme © Morten Rygaard

Lydmor & Bon Homme © Morten Rygaard

Lydmor & Bon Homme © Morten Rygaard

Lydmor & Bon Homme © Morten Rygaard

Highasakite © Aleksandar Janson

Highasakite © Aleksandar Janson

Highasakite © Tonje Thilesen

Highasakite © Tonje Thilesen

NEUENTDECKUNGLYDMOR & BON HOMME

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