HUGO TRACKS

Shigeto © Anthony Ciannamea

Die in den 1970er Jahren auf Jamaika perfektionierte Technik des Dubbing, also des gezielten Ein- und Ausblendens einzelner Musikspuren, hat mit der Zeit stetig an Einfluss gewonnen. Was als eine günstige Methode zum Remixen oder Produzieren alternativer Song-Versionen begann, wurde bald zu einer musikalischen Ästhetik, ohne die man sich die moderne elektronische Musik nicht mehr vorstellen kann. Und wir sprechen dabei nicht nur von offensichtlichen Stilrichtungen wie Dub-Step, sondern meinen die unterschiedlichsten Varianten von House und Techno. Also haben wir Shigeto, Helena Hauff und A Band Of Crickets versammelt, um einen Blick auf die Einflüsse von Dub zu werfen.

Shigeto “Tide Pools”
Aus dem Japanischen übersetzt bedeutet Shigeto “größer werden” und genau das tut der in Michigan geborene und aufgewachsene Produzent Zachary Saginaw mit jedem neuen Release. Während seine ersten Versuche eindeutig von Hip-Hop-Beats beeinflusst waren, hat er seine Experimente mit Rhythmen und Klangtexturen bei neueren Tracks noch weiter ausgebaut. Unser Gratis-Download “Tide Pools” stammt von der Compilation “Ghostly Swim 2”, einer Zusammenarbeit zwischen dem Label Ghostly International und dem Kabelsender Adult Swim. Die geshuffleten Beats und der Einsatz von Hall sorgen für eine bedrohliche Atmosphäre, obwohl das Tempo und die Instrumentierung eher an die Versöhnlichkeit von Ambient erinnern.

A Band Of Crickets “Drop Out”
Diese zwei Jungs und Mädchen von A Band Of Crickets aus Potsdam zelebrieren die Kunst der Reduktion und erschaffen damit ähnlich verwirrende Klanglandschaften wie Shigeto. Auch sie setzen auf tiefe Bässe, langsame und minimalistische Beats sowie Delay- und Hall-Effekte bei ihrer Musik. Das Ergebnis klingt wie eine modernisierte Reinterpretation von Trip-Hop, inklusive ähnlich mitreißender Vocals, wie wir sie aus der Blütezeit von Massive Attack oder Portishead kennen. Die Band veröffentlichte kürzlich ihr Debüt-Album “Inter Larvas”, dessen wohl düstersten Winkel der Track “Drop Out” darstellt.

Helena Hauff "The First Time He Thought, He Died"
Wir beenden diese Edition mit DJ und Produzentin Helena Hauff aus Hamburg. Während der letzten fünf Jahre hat sie, angefangen mit der umjubelten EP “Actio Reactio”, ihren Ruf als eines der innovativsten Talente der aktuellen Dance-Music-Szene etabliert. Ihre Musik, größtenteils mit Vintage-Equipment produziert, lebt von hörbaren Acid-House-Einflüssen, die aber gepaart sind mit einem dunklen Nihilismus, den man selten in der Dance-Music zu hören bekommt. Ihre neueste EP “Lex Tertia” erschien bei Ninja Tunes Sublabel Werk Discs und unser Gratis-Download “The First Time He Thought, He Died” ist das letzte Stück darauf. Es ist eine ihrer reduziertesten Produktionen und zitiert dabei sowohl Chicago-House als auch die Ästhetik des Dub.

Shigeto © Anthony Ciannamea

Shigeto © Anthony Ciannamea

A Band Of Crickets © W. Rohrer

A Band Of Crickets © W. Rohrer

Shigeto © Anthony Ciannamea

Shigeto © Anthony Ciannamea

Shigeto © Anthony Ciannamea

Shigeto © Anthony Ciannamea

Helena Hauff © Katja Ruge

Helena Hauff © Katja Ruge

A Band Of Crickets © W. Rohrer

A Band Of Crickets © W. Rohrer

BLANK SOUNDSCAPESTHREE DUBBED OUT HUGO TRACKS

Wir haben Shigeto, Helena Hauff und A Band Of Crickets versammelt, um einen Blick auf die Einflüsse von Dub zu werfen.

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