Carmen Hijosa im Interview mit BOSS Carmen Hijosa im Interview mit BOSS
BOSS Voices – Carmen Hijosa
„Konzentriere dich auf das, was du gut kannst, und lass andere das erledigen, was du nicht kannst“

Innerhalb von nur fünf Jahren wurde Carmen Hijosa von einer Doktorandin zur Gründerin und Chief Creative and Innovation Officer von Ananas Anam – dem Unternehmen, das das Piñatex®-Gewebe entwickelt hat, aus dem unsere verantwortungsvollen Sneakers gefertigt werden.

Bild der Öko-Unternehmerin Carmen HijosaBild der Öko-Unternehmerin Carmen Hijosa
  • Vor fünf Jahren waren Sie noch Doktorandin, heute sind Sie die preisgekrönte Chefin einer nachhaltigen Firma. Wie haben Sie es in so kurzer Zeit so weit gebracht?
    Der Doktortitel war sozusagen nur die Spitze des Eisbergs. Der Abschluss war der letzte Teil einer Reise, die insgesamt zehn Jahre gedauert hat – so schnell ging das also gar nicht.
  • War Ihnen bewusst, was für einen Einfluss Ihre Arbeit haben würde, als Sie sich auf diese Reise begeben haben?

    Eine Reise beginnt mit einer Vision. Bei meiner Vision waren die potenziellen Auswirkungen meiner Arbeit immer ein ausschlaggebender Faktor und eine starke Motivation.

  • Sie haben Ihren Doktortitel am Royal College of Art in London mit 62 Jahren erhalten. Was war für Sie der Grund, zurück an die Universität zu gehen?

    Für mich ist Alter irrelevant. Ich hatte eine Vision, und ich musste Forschung betreiben. Dazu brauchte ich Menschen mit der gleichen Einstellung, die mich und meine Ideen zur Produktentwicklung unterstützen und verstehen konnten. Dass ich zu dem Zeitpunkt meinen Doktor an der RCA gemacht habe, war toll. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So einfach ist das.

  • Wie würden Sie die Erfahrung beschreiben, ein eigenes Unternehmen zu gründen? Mit welchen Herausforderungen hatten Sie nicht gerechnet?

    So eine Unternehmensgründung ist nichts für schwache Nerven. Man muss Opfer bringen, braucht sehr viel Entschlossenheit, Energie und muss (in meinem Fall) ganz fest daran glauben, dass das Ganze einen positiven Wandel herbeiführt und eine Chance für andere und die Umwelt darstellt. Natürlich muss man sich Problemen stellen, von denen man nicht mal wusste, dass sie existieren. Aber das gehört bei so einem Neuanfang einfach dazu. Das Wichtigste ist, die Herausforderungen anzunehmen und an ihnen zu wachsen, sowohl als Mensch als auch als Unternehmen.

  • Hatten Sie manchmal das Gefühl, dass Sie als Frau härter arbeiten mussten, um an Ihr Ziel zu gelangen?

    Absolut! Das ist heute immer noch so. Aber je mehr Erfahrung und Wissen man hat, und je stärker man wird, umso leichter wird es, für sich einzustehen und sich nichts bieten zu lassen.

  • Was war der beste Ratschlag, den Sie für Ihr Business bekommen haben?

    „Konzentriere dich auf das, was du gut kannst, und lass andere das erledigen, was du nicht kannst.“

  • Ist Führen für Sie als Gründerin und Chief Creative and Innovation Officer etwas ganz Natürliches oder mussten Sie in diese Rolle erst hineinwachsen?

    Meine Eltern sind beide selbstständig und ihre Eltern waren es auch schon. Meine Herkunft, meine rebellische Art und die Eigenschaft, ein Nein niemals zu akzeptieren, machen mich zu einer Macherin, nicht zur Mitläuferin. Wenn man klare, starke Ideen vor Augen hat, die außerdem noch zukunftsweisend sind, erreicht man schnell eine Führungsposition.

  • Wollten Sie Menschen und der Umwelt schon immer etwas zurückgeben? Und wie spiegelt sich das in Ihrem Privatleben wider?

    Ja, das liegt in meiner Natur. Ich denke wirklich nie an meinen persönlichen Gewinn, wenn ich etwas entwickle oder ein Projekt ins Leben rufe. Stattdessen denke ich an den Einfluss, den das Ganze haben wird.

  • Haben Sie ein Motto – einen Satz, nach dem Sie leben?

    Den möchte ich eigentlich für mich behalten. Übersetzt bedeutet er: „sich kümmern und Mensch und Umwelt Respekt zollen“.

  • Finden Sie, nachhaltige Start-ups wie Ihres verdienen Aufmerksamkeit?

    Ja, ich denke schon! Wegen der Auswirkungen des Klimawandels leben wir aktuell zu einem entscheidenden Zeitpunkt in der Geschichte unseres Planeten. Nachhaltiges Handeln ist zwingend erforderlich, und das betrifft nicht nur Start-ups, sondern alle Firmen, die eine bessere Welt anstreben. Deshalb ist diese Aufmerksamkeit wichtig und dient einem guten Zweck.

  • Warum sollten sich die Menschen Gedanken über ihren ökologischen Fußabdruck machen?

    Ganz einfach: Wir haben nur diesen einen Planeten.

  • Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Was möchten Sie noch erreichen?

    Natürlich habe ich noch viele Ziele. Ich habe eine lange Liste mit Ideen, die ich eine nach der anderen in wunderbare Projekte umsetzen werde. Seien Sie gespannt …

Aus Ananasblättern gefertigt
Sneakers von BOSS und Piñatex®

Innovativ und nachhaltig designte Schuhe. Entdecken Sie unsere Signature-Sneakers für Damen und Herren aus Piñatex®, einer natürlichen Lederalternative, die von Carmen Hijosa persönlich entwickelt wurde.

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