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Formel-E-Fahrer André LottererFormel-E-Fahrer André Lotterer
„Ein aufregender Lifestyle, kombiniert mit Motorsport“

Der deutsch-belgische Rennfahrer André Lotterer ist schon von Kindesbeinen an begeisterter Motorsport-Fan. 2017 stieg er als Teil des Techeetah-Teams an der Seite von Jean-Éric Vergne in die Formel E ein. Davor feierte er seine größten Erfolge bei Ausdauerrennen, unter anderem mit drei Siegen im legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Über ein Jahrzehnt lang trat er bei der japanischen Super Formula an. Im exklusiven BOSS Interview verrät er uns, wie er mit den unvorhersehbaren Herausforderungen der Formel E umgeht, wie er einen Sieg feiert und was die Rennen in den Metropolen der Welt so besonders macht.

André Lotterer für HUGO BOSSAndré Lotterer für HUGO BOSS
  • Wie hat alles mit dem Autorennen begonnen?
    Alles begann mit meinem Vater, der ein Rennteam hatte. Ich wuchs also wortwörtlich neben der Rennstrecke auf. Mit sieben fing ich mit dem Kartfahren an. Und es lief recht gut. Ich gewann ein paar Rennen. Mit 16 ging es in der deutschen Formel BMW und der Formel 3 mit Rennwagen weiter.
  • Was hat Sie zur Formel E gezogen?
    Ich wollte ein Teil der Zukunft von Autorennen sein. Neue Herausforderungen meistern, die es so im Motorsport noch nicht gab. Ich hatte die Chance, beim Techeetah-Team einzusteigen – und jetzt bin ich hier.
  • Wie bereiten Sie sich auf ein Rennen vor?
    Auf ganz verschiedene Arten. Natürlich muss ich körperlich in Topform sein. Um mich fit zu halten, fahre ich viel Rad und rudere. Außerdem mache ich ein wenig CrossFit-Training und im Winter gehe ich langlaufen. Technisch bereiten wir uns als Team mit dem Simulator vor. Das ist recht intensiv. Wenn wir eine Strecke nicht kennen oder das Rennen simulieren möchten, verwenden wir den Simulator.
  • Wie sieht Ihr Training aus?
    Es ist ein allgemeines körperliches Training. Da es sehr schwer ist, die exakten Bedingungen im Rennwagen nachzustellen, versuche ich, jederzeit in Bestform zu sein. Ich reise viel, also kommt es auch darauf an, wo ich bin und welche Jahreszeit wir haben. Ich finde immer einen Weg, meine Zeit effizient zu nutzen.
  • Welchen Unterschied macht es, ob man einen Formel-E-Wagen oder einen benzinbetriebenen Rennwagen fährt?
    Es gibt viele Unterschiede. Am meisten vielleicht die Geräusche und das Fehlen von Gängen. Das Laden der Batterie, eine energiesparende Fahrweise … Man muss sehr effizient fahren und alle Zahlen verstehen. Eine Herausforderung für jeden Fahrer. Das sind die größten Unterschiede. Aber beim Fahren ist eigentlich alles gleich. In der Formel E haben wir Rillenreifen, die ein bisschen weniger Grip haben. Ein weiterer Unterschied ist die Strecke selbst. Wir fahren nicht auf einer Rennstrecke, sondern quer durch die Stadt. Der Bodenbelag ist ganz anders und ändert sich ständig. An einigen Ecken hat man Beton, an anderen Asphalt. In der Formel E gibt es viele unvorhersehbare Situationen.
  • Was ist der wichtigste Beitrag, den die Formel E zum Motorsport leistet?
    Wir nehmen Elektromobilität und machen daraus einen Sport. Viele Leute wussten gar nicht, dass man mit Elektroautos auch Rennen fahren kann. Wir gehen ständig an unsere Grenzen und darüber hinaus. Außerdem hat die Formel E eine große Bedeutung für die Automobilbranche, die im Moment immer mehr in Richtung Elektroautos geht. Das ist das Wichtige an der Formel E. Und wir bringen das Rennen zu den Menschen in die Städte, das ist auch eine neue Entwicklung. Wir zeigen, dass ein sauberes Autorennen in der Stadt möglich ist.
  • Wie war Ihre Zusammenarbeit mit HUGO BOSS bis jetzt?
    Wirklich toll! Ich bin schon lange ein großer Fan von HUGO BOSS. Ich war nämlich früher Fan von Ayrton Senna und bewunderte seine Partnerschaft mit der Marke. HUGO BOSS war schon immer ein großer Name im Motorsport. Als ich ein Kind war, hatten wir beim Kartfahren irgendeine Connection mit HUGO BOSS und ich durfte den VIP-Store besuchen. Das war ein absolutes Highlight für mich. Als man mir von einer möglichen Partnerschaft mit HUGO BOSS erzählte, war ich überglücklich. Die Marke entspricht genau meinem persönlichen Stil. Die Kleidung steht mir einfach gut. Ich möchte gerne gut aussehen, also passen wir gut zusammen.
  • Können Sie uns einen Ihrer besten Rennmomente verraten?
    Mein erster Sieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 2011. Das war ein intensiver Wettkampf, das gesamte Rennen hindurch. Ein Rennen, das meine Karriere verändert hat. Und dann natürlich die Formel E, mein erster Podiumsplatz in Santiago beim dritten Event. Das war auch ein tolles Gefühl.
  • In welcher Stadt fahren Sie Ihre Rennen am liebsten und warum?
    Das Rennen in Zürich war sehr beeindruckend, richtig cool. Rom war auch toll.
  • Was halten Sie davon, dass die Rennstrecke im Herzen der Stadt liegt?
    Ich finde das sehr aufregend. Man kann im Hotel frühstücken, zu Fuß zur Strecke gehen und die Kultur vor Ort genießen. Ein aufregender Lifestyle, kombiniert mit Motorsport. Das mag ich. Außerdem ist es eine sehr, sehr große Herausforderung. Manchmal sind die Strecken sehr eng und wir kommen ganz nah an Wände heran. Da darf man keine Fehler machen. Alles ist sehr technisch. Ich mag beide Aspekte. Es ist wirklich cool, in der Stadt zu fahren.
  • Was geht Ihnen auf der Rennstrecke durch den Kopf?
    Auf der Rennstrecke bin ich in meiner eigenen Welt. Ich weiß nicht, was mir beim Fahren durch den Kopf geht. Ich konzentriere mich auf das Fahren und versuche, alles so gut wie möglich zu machen, meinen Instinkten zu vertrauen. Das ist ein tolles Gefühl. Man ist komplett fokussiert und alles andere ist nebensächlich.
  • Wie feiern Sie Ihren Sieg?
    Als erstes natürlich auf dem Podium und dann mit dem Team. Wir trinken ein paar Bier und machen zur Erinnerung ein Teamfoto. Bei einem Rennen mitten in der Stadt findet man immer den richtigen Ort zum Feiern für die Party danach. Wir trinken noch ein paar Bier, genießen die Stadt und wachen am nächsten Tag mit einem Lächeln auf. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, seinen Sieg feiern zu können.
  • Wenn Sie sich eine Stadt für ein Rennen aussuchen könnten, welche wäre das?
    Ich würde gerne ein Rennen in Tokio fahren. Ich bin 15 Jahre lang in Tokio gefahren und habe 12 Jahre dort gelebt. Tokio ist eine fantastische Stadt mit tollen Menschen. Sehr futuristisch. Ein Formel-E-Rennen in Tokio wäre schon cool.