12 Regeln für den perfekten Anzug

Ein Anzug kommt nie aus der Mode. Oder präziser gesagt: Ein gut sitzender Anzug kommt nie aus der Mode. Unsere Experten verraten Ihnen einige hilfreiche Tipps und Ratschläge, damit Sie wissen, worauf Sie bei Tailoring achten sollten.

Sitzender Herr mit marineblauem Anzug und weißem Hemd von BOSSSitzender Herr mit marineblauem Anzug und weißem Hemd von BOSS
Männliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf der Sakko-LängeMännliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf der Sakko-Länge
1. Die richtige Sakko-Länge

„Im Trend liegen momentan weichere, fließendere Silhouetten. Das Gewebe passt sich an den Körper an und geht bei jeder Bewegung mit. Deshalb setzen wir auf ein länger geschnittenes Sakko, das bis knapp über die Hüfte reicht. Die Länge passt besser zu leichten, dekonstruierten Styles, die offen getragen werden“, empfiehlt Catherine Hayward, Fashion Director bei Esquire UK. „Extra kurze Styles, die sogenannten "Bumfreezer", haben im Moment Sendepause. Elegant-verwegen ist in.“

Männliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf den SchulternMännliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf den Schultern
2. Klarlinig von Schulter bis Manschette

„Die Schulternaht eines dekonstruierten Sakkos sollte genau dort sitzen, wo die Schulter in den Arm übergeht. Wenn Ihr Jackett eine sehr konstruierte Schulterpartie mit Polstern hat, sollte sie nicht mehr als einen Zentimeter darüber hinausgehen. Die Ärmellinie vom Schulteransatz verläuft gerade“, beschreibt Teo van den Broeke, Style und Grooming Director bei der British GQ . „Das bedeutet, dass man die Form Ihres Bizeps nie durch das Sakko sehen sollte. Nie!“

Männliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf dem KragenMännliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf dem Kragen
3. Perfect Match: Sakko- und Hemdkragen

Beim Sakko ist die Passform entscheidend. Und beim Kragen sollten Sie lieber zwei Mal hinsehen. Achten Sie darauf, dass zwischen Sakko- und Hemdkragen ein stimmiger Übergang existiert. Also: ohne Zwischenraum oder Überlappung. Beim Revers gibt Teo van den Broeke ein paar Styling-Tipps preis: „Das ultrabreite Revers steht im Moment im Spotlight, aber nicht jeder kann es tragen. Wenn Sie ein Statement setzen möchten, wählen Sie ein Sakko mit einem 90er-Mandarinkragen oder einem Nehrukragen für einen sommerlichen Look.“

Männliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf den SakkoknöpfenMännliches Model mit BOSS Anzug, mit Fokus auf den Sakkoknöpfen
4. Ganz schön zugeknöpft

First things first: Einreiher oder Zweireiher? „Gut geschnittene, zweireihige Sakkos passen großen, schlanken Männern besonders gut. Sie fallen schön um den Körper und verleihen komplett zugeknöpft eine ansprechende Silhouette“, erklärt Teo van den Broeke. „Ich mag auch Einreiher, aber nur aus dicken Stoffen. Das erlaubt eine elegantere Konstruktion.“ Vergessen Sie nicht, den letzten Knopf eines einreihigen Jacketts immer offen zu lassen, um eine straffe X-Form zu vermeiden.

5. Ein wenig Hemd zeigen

Unter dem Sakko dürfen ruhig ein bis zwei Zentimeter Manschette sichtbar sein. Messen Sie die Länge Ihres Sakkoärmels von der Schulter bis zu dem Punkt, an dem die Hemdmanschette auf Ihr Handgelenk trifft. So vermeiden Sie, dass der Ärmel zu kurz oder zu lang ist.

BOSS Anzug mit Fokus auf den NähtenBOSS Anzug mit Fokus auf den Nähten
6. Verabschieden Sie sich von Extra-Nähten

Entfernen Sie unnötige Nähte, wenn Sie den Anzug mit nach Hause nehmen. Was ein Hilfsmittel für den Schneider war, kann jetzt ruhig weg. Eingrifftaschen sehen jedoch flacher und eleganter aus, wenn ihre Nähte intakt bleiben.

7. Nur das Nötigste

Alles, was schwer ist, gehört in Ihren Rucksack oder Ihre Aktentasche. „In meiner Innentasche habe ich Dinge, die ich immer brauche“, erzählt Bobby Hook, Menswear Editor von TANK . „Ich empfehle ein Kartenetui mit den wichtigsten Karten.“ Auch zu Sakkotaschen hat er eine Meinung: „Wer mehr als die vier Standardtaschen hat (eine Innentasche, eine Brusttasche und je eine an der Hüfte), übertreibt. Ein Sakko sollte schlicht und clean sein.“

Männliches Model mit Weste, weißem Hemd und blauer Hose von BOSSMännliches Model mit Weste, weißem Hemd und blauer Hose von BOSS
8. Mut zur Weste

Ein Dreiteiler setzt ein selbstbewusstes Statement. Die Weste sollte genau bis zu Ihrem Gürtel reichen (oder minimal darüber) und flach an der Taille anliegen – keine abstehenden oder flatternden Seiten. Für die perfekte Silhouette wird die Weste zugeknöpft getragen. Lassen Sie den untersten Knopf offen für ein wenig mehr Komfort.

Männliches Model mit blauer Hose und weißem Hemd, mit Fokus auf der HosenpassformMännliches Model mit blauer Hose und weißem Hemd, mit Fokus auf der Hosenpassform
9. Hosen mit hohem Bund

Ihre Hose sollte auf dem Hüftknochen sitzen. Alles darunter macht keine schöne Silhouette. Catherine Hayward erklärt: „Sportswear hat im Moment großen Einfluss auf das Tailoring. Viele Anzughosen sehen jetzt aus wie Jogginghosen: inklusive elastischem Bund, Bündchen und Tunnelzug. Das passt zwar ins legere Office, aber wenn eine formelle, elegante Silhouette gefragt ist, sollten Sie eine Hose mit breiterem Bund wählen. Einfache oder doppelte Bundfalten garantieren bessere Bewegungsfreiheit an den Schenkeln. Mit einer Hose in Cropped-Länge zeigen Sie ein wenig Bein.“

10. Auf die Länge kommt es an

Es geht um den Punkt, an dem Ihre Hose Ihren Schuh berührt. Wie lang Ihre Hose ist, kommt auf Ihre persönlichen Vorlieben an. Bei Hosen mit umgeschlagenem Saum empfehlen wir einen konischen Beinverlauf für einen zeitgemäßen Look. Die Hose sollte ein wenig über dem Schuh enden, um die Socken in Szene zu setzen. Bei formellem Tailoring mit cleanem Saum empfehlen wir die klassische Länge, sodass das Hosenbein einen leichten Knick über dem Schuh macht. Dabei sollte das Hosenbein hinten etwas länger sein als vorne. Das ist bei formellen Anlässen die beste Strategie für einen eleganten Look.

11. Eine schmale Seidenkrawatte für den letzten Schliff

Die Zeit der breiten 80er-Jahre-Krawatten ist vorbei. Entscheiden Sie sich lieber für eine schmale Variante (aber nicht zu schmal, es sei denn, Sie wollen ein Fashion-Statement setzen, dann nur zu). „Wählen Sie klassische Primärfarben für einen modernen Look: Schwarz, Dunkelblau und Grau, mit minimalistischem Muster oder Print“, so Bobby Hook. „Die Krawatte sollte nie über den Bund reichen.“ Zusätzlich können Sie eine Krawattennadel verwenden: Sie sollte nicht breiter als die Krawatte selbst sein, bietet Ihnen aber verschiedene Materialien und Formen zur Auswahl.

12. Passende Leder-Accessoires

Es ist üblich, Gürtel und Schuhe farblich aufeinander abzustimmen, aber heutzutage haben Sie noch weitere Möglichkeiten. „Weiße Sneakers ohne Logo oder klassische schwarze Loafer mit einem schmalen schwarzen Ledergürtel, einer schlanken Dokumentenmappe und einer monochromen Geldbörse sind die perfekten puristischen Accessoires zum neuen ‚komfortablen‘ Tailoring-Look“, empfiehlt Catherine Hayward. „Die idealen Begleiter auch für die nächste Saison. Ein guter Grund, um auf Qualität zu setzen.“

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